AHi "Altenhilfe":
SchülerInnen besuchen BewohnerInnen in Altenwohnheimenahi Kopie.jpg

SchülerInnen ab der 9. Schulstufe aus den Innsbrucker Gymnasien besuchen – in Gruppen oder alleine – regelmäßig während des Schuljahres ältere Mitmenschen in Wohn- und Seniorenheimen. In enger Zusammenarbeit mit den FreiwilligenbetreuerInnen der jeweiligen Heime verbringen die SchülerInnen einen Nachmittag pro Woche mit den HeimbewohnerInnen, die nur wenig Besuch erhalten und sich über die gemeinsamen Spaziergänge oder das Basteln und Spielen sehr freuen.

 

 

Eine ausführliche Beschreibung des Projektes und die Geschichte des AHI´s ist  hierzu finden:

 

"Diese Jugend, nur Vergnügen im Kopf?!" - Ein kurzer Erlebnisbericht

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"Ich bin sehr glücklich, wenn sie da sind." Die Rede ist von Karin und Viktoria, zwei von den mehr als 80 MitarbeiterInnen in der Altenhilfe des Jugendrotkreuzes in Innsbruck.
Frau J., für ihre Mitte achtzig noch rüstig, aber seit einem Sturz auf Hilfe angewiesen und im Seniorenwohnheim: "Meine Tochter lebt schon seit Jahren in Wien. Sie besucht mich zwar ab und zu, aber der Weg ist einfach zu weit. Meine Bekannten sind schon alle verstorben, und deshalb bin ich die meiste Zeit allein."
Dafür sind jetzt Karin und Viktoria da, zwei Schülerinnen aus der siebten Klasse einer AHS. Sie kommen einmal in der Woche auf Besuch zu Frau J.
Gemeinsam unternehmen sie dann kleinere Ausflüge und spazieren am Inn entlang oder sitzen bei einer Tasse Kaffe auf der Terrasse. Frau J. erzählt dann von ihrer Zeit als Lehrerin für Deutsch und Geschichte, während sie von den beiden Schülerinnen natürlich wissen will, wie der Schulalltag heute aussieht. Karin und Viktoria berichten dann von Schularbeitenstress und Notendruck, aber natürlich auch von den Streichen, die nach wie vor Bestandteil des Unterrichts sind. Und manchmal ist auch die eine oder andere Liebesgeschichte dabei.

Karin und Viktoria haben erfahren, wie einsam manche Menschen im Alter sind. "Wir spüren, dass sich Frau J. auf unsere Besuche freut. Es ist wichtig, dass wir regelmäßig und verlässlich kommen und Frau J. nicht enttäuschen. Einfach nicht kommen, das gibt es nicht. Schließlich streicht sie den Tag rot im Kalender an."
Letzten Sommer haben die beiden Jugendlichen Postkarten aus ihrem Urlaub an Frau J. geschrieben. Sie war die einzige im Stock, die Urlaubsgrüße erhalten hat. "Manche meiner Mitbewohnerinnen sind richtig neidisch auf "meine" Mädchen, ich würde ihnen auch diese Erfahrung wünschen. Im Kontakt mit jungen Menschen, wird man selber noch einmal jung."

Wo nehmen Karin und Viktoria die Zeit für all das her? Auf die Frage, ob sie Vorzugsschülerinnen seien, können sie nur lachen. "Alles ist Einteilungssache", antwortet Karin. "Trotz Schülerdasein, soviel Zeit hat doch jeder. Das kann sich jeder leisten, wenn er will."
Und warum macht man das? "Für uns ist das keine Belastung, im Gegenteil, ich empfinde es als richtiges Vergnügen. Wir kommen einfach gern zu Frau J. Ich hatte ja gar keine Ahnung, was alte Menschen alles wissen. Sie haben Zeiten erlebt, die ich nur aus Geschichtsbüchern kenne. Und mich freut's, wenn Frau J. so richtig auftaut." Jetzt lachen alle drei.

 

Bewerbung als BetreuerIn

Wir suchen immer interessierte BetreuerInnen!

SchülerInnen der AHS Oberstufe im Raum Innsbruck können sich als freiwillige BetreuerInnen bewerben. Die Ziele, die wir uns zusammen mit unseren jungen Mitarbeitern von den Projekten AHi und WiKi gesteckt haben, bestehen in der Vermittlung von sozialen Fähigkeiten, in der Übernahme von Verantwortung und im Erwerb von Handlungskompetenzen. Erworbene Erfahrungen und die Bewährung im Umgang mit Menschen stellen ein weiteres persönlichkeitsbildendes Potential dar.
Die Organisation und Koordination der Projekte obliegt einem Mitarbeiter des Jugendrotkreuzes. Dieser hält die Kontakte zu Schulen, Helfern, Betreuern und mit diversen einschlägigen Organisationen und Einrichtungen. Der Bildungsauftrag beinhaltet auch ein entsprechendes Angebot einer Betreuung der Betreuer. In regelmäßigen Gesprächsrunden werden die Jugendlichen von einer Psychotherapeutin begleitet, die auch Einzelgespräche anbietet. Beide Projekte werden von den Jugendlichen ehrenamtlich und unentgeltlich durchgeführt. Gerade deshalb ist es uns auch wichtig sich auf außergewöhnliche Art und Weise für ihren Einsatz zu belohnen. 

Bei unserern Freiwilligen MitarbeiterInnen die sich Semester für Semester engagieren, bedanken wir uns immer mit einem ausgiebigen Frühstück:

Für das ehrenamtliche Engagement der SchülerInnen organisieren wir "in unregelmäßig regelmäßigen" Abständen ein Frühstück in unseren Büroräumen in der Innsbrucker Hofburg. Diese Anlässe bescheren zum ersten ein exquisites Buffet, zum zweiten drei freie Schulstunden und zum dritten oftmals einen Ehrengast. Zumindest war es bisher so, denn nach Bischof Dr. Alois Kothgasser, Chefredakteur Claus Reitan von der Tiroler Tageszeitung, Ex-Rex-Herrl Tobias Moretti, dem Duo "Bluatschink", Chefintendantin Brigitte Fassbänder vom Tiroler Landestheater und dem "Wetterfrosch" Erhard Berger, wandelten wir die letzten beiden Male auf kabarettistischen Pfaden und luden Josef Hader ganz "privat" und die "Schienentröster" zu uns ein.

Bewerbung und Kontakt

   
© Jugendrotkreuz Tirol • Hofburg 108 • A-6020 Innsbruck • +43 512 / 58 24 67

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